À trois corps

Louis XVI, um 1770/80, Österreich

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À trois corps

Louis XVI, um 1770/80, Österreich

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À trois corps

Louis XVI, um 1770/80, Österreich
Gebrochen geschweifter Aufsatz.
Zurückgesetztes Schreibfach mit schräggestellter Schreibplatte.
Seitlich je zwei kleine geschwungene Schübe.
Innen drei Schübe über offenem Fach,
Bandintarsien.
Vergoldete Beschläge.
Esche, Schellack handpoliert.

  Säulenschränkchen

Biedermeier, um 1830

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Säulenschränkchen

Biedermeier, um 1830

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Säulenschränkchen

Mahagoni
Marmorplatte
ein Einlegeboden
Schellack handpoliert

 

  Biedermeier Sekretär

Biedermeier, um 1820/30

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Biedermeier Sekretär

Biedermeier, um 1820/30

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Biedermeier Sekretär

Esche/Vogelaugenahorn
Schinkelgiebel
feiner Innenausbau aus Mahagoni mit Schachbrettfurnier und Spiegel
Schellack handpoliert
2 Geheimfächer

  Neo-Ägyptisches Uhren-Ensemble

ca. 1880, Frankreich, „Egyptian Revival“

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Neo-Ägyptisches Uhren-Ensemble

ca. 1880, Frankreich, „Egyptian Revival“

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Neo-Ägyptisches Uhren-Ensemble

Dieses Ensemble besteht aus der Uhr und zwei Obelisken. Die Teile sind aus schwarzem und rotem Marmor gefertigt, bzw. damit verkleidet. In den Stein sind ägyptische Motive graviert, die dann vergoldet, bzw. versilbert wurden. Die Zahlen auf dem Zifferblatt sind in römischer Schreibweise angegeben.

Die Uhr wurde von dem Uhrmacher „Edmond Willems – Charleroi“ gefertigt, vermutlich in Frankreich um 1880. Nach der Eroberung Ägyptens durch Napoleon, der seinen Feldzug wissenschaftlich begeleiten ließ und schließlich die Ergebnisse unter dem Titel „Description de l’Egypte“ veröffentlichte, wurde der künstlerische Stil des alten Ägypten in Europa, besonders in Frankreich und England, begeistert aufgenommen. Diese führte zu einem „Ägypten-Revival“, das sich in allen möglichen Alltagsgegenständen, von Sofas bis Tee-Sets, niederschlug.

Aufgezogen läuft die Uhr 8 Tage und sie verfügt über keinen Gong (läutet nicht).

 

  Etagere

Historismus, um 1850

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Etagere

Historismus, um 1850

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Etagere

Aufklappbare Deckplatte mit floraler Marketerie.
Innen drei Fächer und Spiegel im Deckel.
Details aus Messing.
Schellack handpoliert.

  Schrägklappen-Sekretär

Empire/ Biedermeier, um 1810

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Schrägklappen-Sekretär

Empire/ Biedermeier, um 1810

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Schrägklappen-Sekretär

Mahagoni hell.
Innenaufbau mit 8 Schüben.
Eine großer, abschließbare Schublade unter der Tischplatte.
Auf hohen, sich konisch verjüngenden Beinen.
Schellack handpliert.

  Kommode

Barock, Ende des 18. Jahrhunderts

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Kommode

Barock, Ende des 18. Jahrhunderts

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Kommode

Barock, Ende des 18. Jahrhunderts.
Marketerie aus Nussbaum und Vogelaugenahorn mit eingelegten Ornamenten.
Geschweifte, dreischübige Front.
Schubladen mit jeweils drei eingelegten Flächenfüllungen.
Sockel und Füße zum Teil ebonisiert.
Oberfläche lackversiegelt.
Beschläge und Griffe aus gegossener Bronze.

  Bergischer Glasschrank

Barock, um 1800, bergisches Land

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Bergischer Glasschrank

Barock, um 1800, bergisches Land

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Bergischer Glasschrank

Barock, um 1800, bergisches Land.
Eiche massiv, mit Schnitzwerk.
Glasaufsatz mit mehrfach geschweiften Sprossen, dreiseitig verglast.
Gesims, gebrochen geschweift, in massivem, geschnitzten Schlussstein abschließend.
Unterschrank mit vorstehender Mittelleiste, eingebaute Schubladen.
Türen und Korpus mit feiner Flachschnitzerei.
Oberfläche mit Schellack grundiert und gewachst.

  Barock-Kommode

Barock, um 1760

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Barock-Kommode

Barock, um 1760

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Barock-Kommode

Barock, um 1760.
Marketerie aus Nussbaum und Vogelaugenahorn mit eingelegten Ornamenten.
Doppelt geschweifte, dreischübige Front.
Vordere Ecken abgeschrägt mit floraler Marketerie.
Schubladen mit jeweils drei eingelegten Flächenfüllungen.
Oberfläche lackversiegelt.
Beschläge und Griffe aus gegossener Bronze.

  Barock-Kommode

Eiche und Nussbaum, um 1760, Westfalen

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Barock-Kommode

Eiche und Nussbaum, um 1760, Westfalen

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Barock-Kommode

Furnier aus Eiche und Nussbaum.
Geschweifte Front mit drei Schüben.
Originale Schlösser.
Beschläge und Griffe Messing.
Schellack handpoliert.

  Schreibtisch im Stil des Louis-Seize

Nussbaum, um 1850

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Schreibtisch im Stil des Louis-Seize

Nussbaum, um 1850

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Schreibtisch im Stil des Louis-Seize

Furnier aus Nussbaum, teilweise grün gebeizt.
Tischplatte aufklappbar mit ausziehbaren Stützstreben.
Aufsatz mit zur Seite aufschiebbaren Rolltüren.
Deckplatte aus Marmor mit umlaufendem Messingrand.
Sechsschübig, Beschläge und Griffe Messing.
Schellack handpoliert.

  Empire-Kommode

Birke, um 1810, Raum Baltikum

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Empire-Kommode

Birke, um 1810, Raum Baltikum

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Empire-Kommode

Furnier aus kyrillischer Birke.
Konische Bauweise mit Schinkelgiebel.
Zierleiste (Eierstabornament) altvergoldet.
Dreischübig, Beschläge und Griffe Messing.
Schellack handpoliert.

  Klassizismus – Kommode

Biedermeier, um 1830/35, Raum Österreich

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Klassizismus – Kommode

Biedermeier, um 1830/35, Raum Österreich

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Klassizismus – Kommode

Nussbaum furniert auf Weichholz.
Strenger Aufbau von zwei ebonisierten Vollsäulen gerahmt.
Säulen mit Messingmontierungen.
Allseitig mit mehrfach gespiegeltem Wurzelfurnier belegt.
Eingelegte Schlüsselschilder.
Vier Schubladen
Oberfläche mit Schellack handpoliert.

  Stollenschrank

Renaissance, Ende des 17. Jahrhunderts

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Stollenschrank

Renaissance, Ende des 17. Jahrhunderts

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Stollenschrank

Kabinett auf hohen, gedrechselten Beinen stehend.
Unterbau später teilergänzt.
Zwei Türen mit verschiedenen Obsthölzern furniert.
Sterneinlagen und Marketerie aus Elfenbein und Horn.
Oberfläche mit Schellack handpoliert.

  Aufsatz-Sekretär

Biedermeier, um 1830/35, norddeutsch

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Aufsatz-Sekretär

Biedermeier, um 1830/35, norddeutsch

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Aufsatz-Sekretär

Biedermeier, um 1830/35, norddeutsch
Birke furniert auf Weichholzkorpus.
Sekretär mit Schinkelgiebel vor getreppten Gesims.
Vertikale Ausrichtung durch zusätzlichen Aufsatz (Hutschachtel).
Hinter der Schreibklappe, Innenausbau mit acht Schubladen,
Tabernakeltür mit dahinter liegendem Fach, zwei Schubladen und Geheimfach.
Innenausbau mit Birke furniert, Bandintarsien Palisander, Fadeneinlagen aus Ebenholz.
Geflammte Birke durch Sonne ausgeblichen, Oberfläche mit Schellack angefeuert und handpoliert.

  Bergischer Glasschrank

Barock, um 1750, bergisches Land

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Bergischer Glasschrank

Barock, um 1750, bergisches Land

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Bergischer Glasschrank

Barock, um 1750, bergisches Land
Eiche massiv, mit Schnitzwerk und Sterneinlagen.
Glasaufsatz mit mehrfach geschweiften Sprossen, dreiseitig verglast.
Gesims, gebrochen geschweift, in massivem Schlussstein abschließend.
Unterschrank mit vorstehender Mittelleiste, eingebaute Schubladen.
Türen mit Sterneinlagen und umlaufenden Bandintarsien.
Korpus mit feiner Flachschnitzerei.
Oberfläche mit Schellack grundiert und gewachst.

Literatur:
abgebildet in „Möbel des bergischen Landes“ von Wolfgang Schwarze
vergl. In „Eiche-Möbel“ von Rainer Haaff

  Eckschrank

Barock, um 1760/70, Bergisches Land

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Eckschrank

Barock, um 1760/70, Bergisches Land

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Eckschrank

Barock, um 1760/70, Bergisches Land
Glasaufsatzschrank, sogenannter „Pralhans“
Eiche massiv, mit aufwändiger Flachschnitzerei.
Eckschrank, mit abgeschrägten Ecken.
Zweiteiliger Aufbau, Unterteil mit einer Mitteltür,
Aufsatz dreiseitig verglast, mit aufgesetzten geschweiften Sprossen.
Simsleiste geschweift, in geschnitztem Schlussstein endend.
Oberfläche mit Schellack grundiert und gewachst.

  Barock-Kommode

Barock, um 1740/60, Raum München.

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Barock-Kommode

Barock, um 1740/60, Raum München.

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Barock-Kommode

Barock, um 1740/60, Raum München.
Kirsche furniert auf Weichholzkorpus.
Marketerie aus Nussbaum, Eibe, Mahagoni, ebonisierte Obsthölzer.
Doppelt geschweifte, dreischübige Front.
Schubladen mit jeweils drei eingelegten Flächenfüllungen,
in den Ecken ebonisiert abgesetzt.
Deckplatte parkettiert, mit ebonisierten Quadraten eingelegt.
Oberfläche mit Schellack handpoliert.
Beschläge und Griffe aus gegossener Bronze.

  Rokoko-Kommode
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Rokoko-Kommode
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Rokoko-Kommode

Rokoko, um 1760
Nussbaum furniert auf Weichholzkorpus.
Allseitig mit verschlungenen Bandintarsien eingelegt.
Florale Marketerie in der Deckplatte
Geschweifte Front mit zwei Schubladen
Auf hohen, geschweiften Beinen
Schnitzwerk in Rokokotypischer Ausführung
Oberfläche mit Schellack handpoliert.
Beschläge aus gegossener Bronze.

  Paar Armlehnestühle

Biedermeier um 1830

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Paar Armlehnestühle

Biedermeier um 1830

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Paar Armlehnestühle

Biedermeier um 1830
Mahagoni massiv
Armlehnen schneckenförmig endend.
Oberfläche mit Schellack handpoliert.
Sitz und Rückenlehne mit Rosshaar gepolstert,
sowie mit schwarzem Rosshaarstoff bezogen.

Restaurierung

Zeit hinterlässt Spuren und verleiht jeder Antiquität seinen einzigartigen individuellen Charakter. Restaurieren bedeutet nicht Erneuern, sondern die überlieferte Substanz der Antiquitäten zu erhalten und den persönlichen Charakter des Möbels wieder zur Geltung zu bringen. Der in Generationen gewachsene Charme des Möbels, die Patina, sowie die obtische Ablesbarkeit des Alters sollen auch nach der Restaurierung noch erhalten sein und nicht einem „neuen Möbel“ weichen. Schäden, die durch klimatische Einflüsse und alltäglichen Gebrauch entstanden sind, sowie Veränderungen, die das äußere Erscheinungsbild der Antiquitäten stören, müssen behoben werden.

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Wertgutachten

Sie sind im Besitz eines antiken Stückes und möchten darüber Näheres in Erfahrung bringen? Wir prüfen für Sie Echtheit, Alter, Qualität und Wert Ihrer Antiquitäten und Kunstgegenstände und erstellen Ihnen ein Wertgutachten! Das Leistungsprofil ergibt sich aus Ihrer Vorgabe: Expertisen für Kunst & Antiquitäten Gutachten und Wertermittlungen für Versicherungen, Gericht und private Zwecke: Nachlassbewertung, Erbauseinandersetzung, Schadensfälle Ob Sie nun ein einzelnes antikes Stück oder einen ganzen Hausstand begutachtet haben wollen – Vereinbaren Sie mit uns einen Beratungstermin!

Art und Umfang der Recherchen stimmen wir mit Ihnen gemeinsam ab.
Antikes Mobiliar: Umfangreiche Untersuchungen antiker Möbel im Bezug auf Alter, Originalität, Zustand, Bestimmung der Proviniens und aktuelle Marktwertanalysen.
Kunstrecherche: Signaturen von Gemälden, Broncen,… Künstlerrecherchen, Authentizitätsprüfung der Kunstwerke. Bewertung der Qualität und des Zustandes. Präsentation vergleichbarer Werke mit Auktions- bzw. Verkaufsergebnissen, Biographien, etc. Markenrecherche: Markenrecherchen bei Porzellan, Silber, Zinn, etc. Einordnung nach Herkunft und Epoche.

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Stilkunde

Die Renaissance (frz.: Wiedergeburt)

ist die europäische Bewegung der Wiederbelebung antiker Kunst und Gedanken. Die Renaissance ist die große gemeineuropäische Kulturepoche, die die Wende vom Mittelalter zur Neuzeit umfasst. Sie überwindet das mittelalterliche Welt- und Menschenbild und die überkommene Staats- und Gesellschaftsordnung. An die Stelle des Autoritätsglaubens tritt der Geist kritischer Forschung; der Mensch wird zum Maß aller Dinge. Die Renaissance erwächst aus der Sehnsucht des Menschen nach geistiger und religiöser
Erneuerung. Sie greift gleichermaßen auf die antiken Quellen zurück. Die Renaissance orientiert sich an der römischen Kunst

Das Barock

Unter Barock versteht sich die Stilepoche der europäischen Kunst von etwa 1600 bis 1760/70. Das Barock umfaßt alle Gattungen der Kunst und des Kunsthandwerks. Diese im Vergleich zu anderen recht lange währende Stilepoche gliedert sich in drei Phasen auf: Das Frühbarock ( ca. 1600 – 1650 ) kennzeichnet sich durch seinen ` Knorpelstil ´, bei dem das Knorpelwerk als sein typisches Merkmal hervortritt. Im Hochbarock ( ca. 1650 – 1735 ) sind die Akanthus- und Bandelwerk- Ornamente als Stilmerkmale zu finden. Das Spätbarock oder auch als ` Rokoko ´ bezeichnet, zeichnet sich durch seine Muschel- Ornamente und Muschel- Formen aus. Der Rocaille (Muschel) verdankt das Rokoko seinen Namen. Während im Früh- und Hoch-Barock üppige Bauweisen mit vorwiegend kantig–strengen Grundformen vorherrschen, legt das Spätbarock diese lineare Strenge und die starren Rahmenwerke ab und ersetzt diese durch gebogte Formen und Schweifungen, wodurch das Spätbarock in schmiegsamer Eleganz erscheint. Der Barockstil war in allen drei Epochen der Inbegriff des Höfischen. Das charakteristischste Merkmal durch die Phasen des Barock war immer das Streben, prachtvolle Repräsentations-Objekte zu schaffen.

Der Klassizismus

Klassizismus – die Zeitepoche von Louis XVI (1770 – Frühklassizismus) bis zum Biedermeier 1845. Stilreinste Ausprägung von 1820 – 1830 vorwiegend im deutschsprachigen Raum.

Das Louis XVI

Das Louis XVI wurde nach dem französischen König Ludwig XVI benannt. Besonders in den Jahrzehnten 1770 – 1790 kommt dieser früh- klassizistische Stil in fast ganz Europa zur Geltung. Das Louis XVI löst mit seinen ruhigen, linearen Formen das verspielte, sehr bewegt wirkende Rokoko ab und besticht durch seine schlichte Eleganz mit deutlicher Unterscheidung der Gliederungsteile, sowie dem streng tektonischen Aufbau. Die glatte Fläche kommt wieder in Mode und man achtet auf Symmetrie und gegliederte Proportionen. In Deutschland wurde dieser Stil aufgrund seiner Schmuckelemente auch `Zopfstil´ genannt. Diese Stilbezeichnung wurde allerdings nie populär.

Das Empire

Das Empire ( etwa 1795 – 1815) entstand zur Zeit Napoleons I. und ist die Bezeichnung der zweiten Stilphase des Klassizismus. Das Empire gilt als der Repräsentationsstil Napoleons. Der Machtanspruch des französischen Kaisers und die Bedeutung Napoleons schlugen sich in diesem Stil nieder und deshalb geht die Namenswahl dieser Stilepoche auf weite Teile Europas über. Der Empirestil besticht durch seine strenge und meist geradlinige Grundform mit auffälligen plastischen und vollplastischen Dekoren. Der Zierrat und die Ausschmückung sind der ägyptischen, römischen und griechischen Antike entnommen. Schwäne, Löwen, Adler, Sphingen, Urnenvasen usw. werden ergänzt durch Pilaster, Säulen, Kapitelle, Hermen u. a. . Nach der Abdankung Napoleons verliert der höfisch geprägte Stil schnell an Bedeutung, da man sich nach 1815 nicht nur politisch gegen die Obrigkeit auflehnt, sondern auch ideell dem majestätischen Prunk entsagt und somit den Grundstein für den späteren bürgerlich orientierten Stil legt.

Biedermeier

Als Biedermeier wird die letzte Phase des Klassizismus bezeichnet. Seine Stilreinste Ausprägung erfährt das Biedermeier zwischen 1820 und 1830 und geht bis ca. 1850 in das Spätbiedermeier über. Das Biedermeier erfährt seine Verbreitung vorwiegend im deutschsprachigen Raum. Innerhalb des europäischen kunstgewerblichen Schaffens im 19. Jahrhundert gilt das Biedermeier als Deutschlands wichtigster Beitrag. Entgegen vorheriger Stilrichtungen ist das Biedermeier eher ein antihöfischer Stil, welcher eher durch Schlichtheit und Einfachheit in Form und Gestaltung besticht. Zierteile und Schmuckelemente treten hinter der strengen geradlinigen Kontur fast völlig zurück. Erst mit dem Spätbiedermeier beginnt die Zunahme der Gliederungselemente und Ornamente, sowie die Einführung von gerundeten und abgeschrägten Formen mit profilierten und gedrechselten Schmuckelementen. Durch Wiederaufnahme von Schweifungen, Spitzbögen und anderer historischer Stilelemente, verliert die klare, kantige Form des Biedermeier seine Gültigkeit.

Der Historismus

Historismus – der Zeitraum zwischen 1845 (Louis-Philippe) und1914(Gründerzeit)

Louis-Philippe

Als Louis-Philippe bezeichnet man den Zeitraum nach 1840 bis 1870. Das Louis-Philippe, auch “zweites Rokoko” genannt, verkörpert die erste Form des Historismus, welche die Formen und den Stil des Rokoko des 18. Jahrhunderts wieder aufleben läßt. Die technischen und industriellen Neuerungen gaben dem aufstrebenden bürgerlichen Mittelstand die Möglichkeit, sich dank ökonomischer Herstellungsverfahren, zu moderaten Preisen “höfisch” einzurichten. Auch von der Aristokratie wird das Louis-Philippe hoch geschätzt und gilt sogar als Repräsentationsstil.Nach 1870 wird das Louis-Philippe von der Neorenaissance, einem weiteren Stil des Historismus, vorübergehend abgelöst, kommt aber gegen 1890 als “drittes Rokoko” wieder auf. Das Louis-Philippe besticht durch seine allumfassenden Schweifungen. In Verbindung mit rocaillenartigen Ornamenten, bekrönenden Aufsätzen, Zierknäufen, Rahmenprofilierungen, usw. erscheint das Louis-Philippe als auffällig ausgeschmückte, “verspielte” Stilrichtung.

Die Gründerzeit

Die Gründerzeit, im deutschen auch als “Neorenaissance” bezeichnet, ist eine späte Stilphase des Historismus von etwa 1871 bis 1914. Nach der Gründung des deutschen Kaiserreiches (1871) entsteht eine auffällige Wohnkultur mit Tendenz zur Repräsentation. Die für diese Epoche typische Gesellschaftsauffassung “Fülle = Wohlstand” ist auch im Einrichtungsverhalten der mittleren und unteren Gesellschaftsschichten festzustellen. Im Gegensatz zu vorherigen Epochen und Stilen, wo sich noch deutliche Unterschiede bezüglich “bürgerlicher” und “ländlicher” Einrichtungstendenzen fanden, verlieren diese in der Gründerzeit ihre Gültigkeit, denn es kommt zu einer Vereinheitlichung von Wohnnormen. Obwohl der Gründerzeitstil nach1890 mit anderen Neostilen und dem Jugendstil zu konkurrieren hat, bleibt er bis 1914 der vorherrschende Wohnstil. Gründerzeitmöbel kennzeichnen sich in der kantigen Grundform und in der Tendenz zu reicher Gliederung und Ausschmückung, wobei die Stilelemente vorwiegend der Renaissance entnommen wurden. Typische Stilelemente der Gründerzeit sind: Säulen, Kapitelle, Diamantierungen, Profilierungen, Pilaster, Zierknäufe, bekrönende Aufsätze, gedrechselte Beine und profilierte Kugelfüße.

Jugendstil

Als Jugendstil bezeichnet man eine Epoche, aufkommend um 1890 und andauernd bis in die 20er Jahre des 20. Jahrhunderts. Der Jugendstil beeinflußt die Architektur, die bildende Kunst, das Kunstgewerbe und die Möbelindustrie gleichermaßen. Als wichtigste deutsche Zentren des Jugendstils heben sich München und Darmstadt hervor. “Art Noveau” ist die Bezeichnung in Frankreich und Belgien, wo diese neue Formgebung besonders intensiv zum Vorschein kommt. Der Jugendstil bricht mit der tradierten Kunst des 19. Jahrhunderts und erfaßt mit seiner Suche nach neuen künstlerischen Ausdrucksformen weite Teile Europas und Amerika. Der Jugendstil ist somit eine eigenständige Kunstform und leitet auch in der Wohnkultur ein neues Jahrhundert ein. Charakteristisch für den Jugendstil sind die stark stilisierten Naturformen mit überwiegend floraler Gestaltung. Dabei wird die Möbelkontur oft selbst zum Ornament.

Art déco (kurz für französisch art décoratif „dekorative Kunst“)

Art déco ist eine Bewegung in der Designgeschichte von etwa 1920 bis 1940, die die Formgebung von Gegenständen in vielen Lebensbereichen wie Architektur, Möbeln, Fahrzeugen, Kleidermode, Schmuck oder Gebrauchsartikeln umfasste. Auch Gemälde und Illustrationen wurden im Stil des Art déco gefertigt.

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