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Will Küpper (1893–1972)

Geboren: 11. Juni 1893 in Brühl
Gestorben: 26. März 1972 in Düsseldorf

Will Küpper zählt zu den bedeutenden Vertretern der rheinischen Moderne des 20. Jahrhunderts. Bereits als Jugendlicher erhielt er gemeinsam mit Max Ernst ersten Malunterricht bei dessen Vater Philipp Ernst. Prägende Impulse erhielt er durch die Sonderbund-Ausstellung von 1912 in Köln, die ihn früh mit den Strömungen der internationalen Avantgarde in Berührung brachte.

Nach dem Ersten Weltkrieg, aus dem er schwer verwundet zurückkehrte, studierte Küpper an den Kunstakademien in Düsseldorf und München. Zu seinen Lehrern gehörten Willy Spatz, Karl Caspar und Heinrich Nauen, dessen Meisterschüler er wurde. In den 1920er Jahren entwickelte er sich zu einer festen Größe der rheinischen Kunstszene, pflegte enge Kontakte zu Künstlern des Jungen Rheinland und gehörte 1928 zu den Gründungsmitgliedern der Rheinischen Sezession.

Die nationalsozialistische Kulturpolitik traf den Künstler schwer. Werke Küppers wurden als „entartet“ aus öffentlichen Sammlungen entfernt, zahlreiche Gemälde gingen während des Krieges verloren. Dennoch blieb er künstlerisch tätig und schuf ein vielschichtiges Werk, das von expressionistischen Anfängen über eindringliche Landschaften bis hin zu Stillleben und Figurenbildern reicht.

Nach 1945 wirkte Küpper an der Wiedergründung der Rheinischen Sezession mit, zog sich jedoch zunehmend aus dem öffentlichen Kunstleben zurück. Er lebte und arbeitete bis zu seinem Tod in Düsseldorf. Heute gilt Will Küpper als eine eigenständige Künstlerpersönlichkeit der rheinischen Moderne, deren Werk die kulturellen und gesellschaftlichen Umbrüche des 20. Jahrhunderts eindrucksvoll widerspiegelt.